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Branche: Agrar- und Lebensmittelwirtschaft

KI für Lebensmittel.
Prüfen, bevor es teuer wird.

Lebensmittelhersteller, Mühlen, Molkereien und Erzeugergemeinschaften verwalten eine Flut von Spezifikationen, Zertifikaten und Aufträgen. Wir bauen Software, die prüft und vorbereitet, mit menschlicher Freigabe an den kritischen Stellen.

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Ausgangslage

KI im Bereich Agrar- und Lebensmittelwirtschaft: wo es heute hakt

Jeder Rohstoff kommt mit Spezifikation, Analysenzertifikat und gegebenenfalls Bio- oder QS-Nachweis. Jede Rezepturänderung kann eine Etikettenänderung nach sich ziehen. Aufträge aus dem Handel und der Gastronomie kommen weiterhin per Mail und Fax. Und vor jedem IFS- oder QS-Audit beginnt die Suche nach Nachweisen.

Wir bauen Dokumentenverarbeitung und Fachanwendungen für diese Abläufe. Daten aus Warenwirtschaft und ERP lesen wir über die vorhandene Schnittstelle bzw. den Export. Wo ein Fehler die Lebensmittelsicherheit berührt, gibt die Software Prüfhinweise, entschieden wird von Ihrem QM.

Typische Herausforderungen

  • Spezifikationen und Zertifikate von Lieferanten kommen in vielen Formaten und laufen unbemerkt ab.
  • Allergen- und Zutatenangaben müssen nach jeder Rezepturänderung gegen das Etikett geprüft werden.
  • Aufträge per Fax und Mail werden von Hand in die Warenwirtschaft übertragen.
  • Die Vorbereitung auf IFS- und QS-Audits bindet das QM über Wochen.
Anwendungsfälle

5 konkrete Use Cases für Agrar- und Lebensmittelwirtschaft

Jeder Fall mit Ausgangslage, Lösung, typischem Nutzen, Datenschutz und einem sinnvollen ersten Schritt.

Use Case 01

Spezifikationen und Rohstoffzertifikate prüfen

Ausgangslage
Lieferanten schicken Spezifikationen, Analysenzertifikate, Bio-Zertifikate und Erklärungen zu Allergenen oder GVO als PDF. Das QM prüft, ob Werte und Angaben zur eigenen Anforderung passen und ob Zertifikate noch gültig sind. Bei Hunderten Rohstoffen wird das zur Daueraufgabe.
Lösung
Die Software liest die Dokumente, erfasst Rohstoff, Lieferant, Grenzwerte, Allergene und Gültigkeitsdaten und gleicht sie mit Ihren Rohstoffanforderungen ab. Abweichungen, fehlende Angaben und bald ablaufende Zertifikate erscheinen in einer Übersicht. Die Freigabe eines Lieferanten oder Rohstoffs bleibt beim QM.
Typischer Nutzen
Richtwert: 30–50 % weniger Zeit für die Prüfung je Spezifikation, abhängig von Formatvielfalt und Qualität der Lieferantendokumente. Belastbar wird die Zahl erst im Pilot.
Datenschutz
Lieferantendokumente enthalten kaum personenbezogene Daten, wohl aber vertrauliche Rezeptur- und Rohstoffdaten. Wir betreiben die Verarbeitung in der EU oder on-premise und nutzen Ihre Daten nicht zum Training fremder Modelle.
Einstieg
Ein Pilot mit einer Rohstoffgruppe, etwa Gewürze oder Milchprodukte, und den Dokumenten der wichtigsten Lieferanten.

Use Case 02

Etiketten- und Allergenangaben gegen die Rezeptur prüfen

Ausgangslage
Nach der LMIV müssen Zutatenverzeichnis und die 14 Hauptallergene korrekt auf dem Etikett stehen. Ändert sich ein Rohstoff oder eine Rezeptur, muss jemand alle betroffenen Etiketten prüfen. Ein Fehler kann einen Rückruf auslösen.
Lösung
Die Software liest den Etikettenentwurf und vergleicht Zutatenverzeichnis, Allergenkennzeichnung und Mengenangaben mit der Rezeptur und den Rohstoffspezifikationen aus Ihrem System. Abweichungen werden als Prüfhinweis mit Fundstelle angezeigt. Die Freigabe des Etiketts erfolgt immer durch einen Menschen.
Typischer Nutzen
Abweichungen zwischen Rezeptur und Etikett fallen früher auf, besonders nach Rezepturänderungen. Die Software ist ein zusätzlicher Prüfschritt, sie ersetzt nicht die Verantwortung des Lebensmittelunternehmers.
Datenschutz
Rezepturen sind Betriebsgeheimnisse. Wir empfehlen Betrieb on-premise oder in einem EU-Rechenzentrum mit Open-Source-Modell. Personenbezogene Daten fallen hier kaum an.
Einstieg
Beginnen Sie mit einer Produktlinie und ihren aktuellen Etiketten. Im kostenlosen KI-Potenzial-Check klären wir, in welcher Form Rezepturdaten vorliegen.

Use Case 03

Rückverfolgbarkeit dokumentieren

Ausgangslage
Nach Art. 18 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 müssen Sie wissen, von wem Sie welche Charge bezogen und an wen Sie geliefert haben. Die Informationen stehen in Lieferscheinen, Wiegescheinen, Produktionsprotokollen und der Warenwirtschaft. Bei einem Rückruf oder Rückverfolgbarkeitstest im Audit muss das in Stunden zusammengeführt werden.
Lösung
Wir bauen eine Anwendung, die Chargeninformationen aus Lieferscheinen und Protokollen liest und mit den Daten aus der Warenwirtschaft über die vorhandene Schnittstelle bzw. den Export verknüpft. Auf Knopfdruck entsteht der Weg einer Charge vom Lieferanten bis zum Kunden. Lücken in der Kette werden sichtbar, bevor sie im Ernstfall auffallen.
Typischer Nutzen
Rückverfolgbarkeitstests und Rückrufe lassen sich schneller durchführen. Lücken in der Dokumentation werden im Alltag entdeckt statt im Audit.
Datenschutz
Verarbeitet werden vor allem Chargen- und Lieferdaten, dazu Ansprechpartner bei Lieferanten und Kunden. Wir speichern nur, was zur Rückverfolgbarkeit nötig ist, und orientieren das Löschkonzept an Ihren gesetzlichen Aufbewahrungsfristen.
Einstieg
Ein Pilot mit einem Produkt und seinen Hauptrohstoffen über einen Zeitraum von einigen Monaten.

Use Case 04

Auftragsannahme aus Mails und Faxen

Ausgangslage
Großhandel, Gastronomie und Einzelhändler bestellen per Mail, Fax oder Foto einer Bestellliste. Der Innendienst überträgt Artikel, Mengen und Liefertermine von Hand in die Warenwirtschaft. Bei Frischware zählt jede Stunde bis zur Kommissionierung.
Lösung
Die Software liest eingehende Bestellungen, erkennt Kunde, Artikel, Mengen und Liefertermin und ordnet Kundenbezeichnungen Ihren Artikelnummern zu. Der Auftrag entsteht als Entwurf in der Warenwirtschaft über die vorhandene Schnittstelle bzw. den Import. Unklare Positionen werden markiert und vom Innendienst geklärt.
Typischer Nutzen
Richtwert: 40–60 % weniger Zeit für die Erfassung je Auftrag, abhängig von Lesbarkeit der Faxe und Zahl der Artikelvarianten. Belastbar wird die Zahl erst im Pilot.
Datenschutz
Bestellungen enthalten Kontaktdaten Ihrer Kunden und werden zur Vertragserfüllung nach Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO verarbeitet. Wir betreiben die Erkennung in der EU und löschen Rohdokumente nach der Übernahme gemäß Ihren Aufbewahrungsfristen.
Einstieg
Beginnen Sie mit dem Bestellkanal mit dem größten Volumen, etwa Fax-Bestellungen der Gastronomie.

Use Case 05

IFS- und QS-Audit vorbereiten

Ausgangslage
Vor einem IFS- oder QS-Audit sucht das QM Nachweise zu HACCP, Schulungen, Reinigung, Schädlingsmonitoring und Lieferantenbewertung zusammen. Die Dokumente liegen in verschiedenen Ordnern und Systemen. Fehlende Nachweise fallen oft erst kurz vor dem Termin auf.
Lösung
Ein Wissensassistent ordnet Ihre vorhandenen Nachweise den Anforderungen des jeweiligen Standards zu und zeigt, wo Belege fehlen oder veraltet sind. Fragen wie "Wo ist die letzte Validierung des Metalldetektors dokumentiert?" beantwortet er mit Fundstelle. Die inhaltliche Bewertung und die Audit-Vorbereitung verantwortet Ihr QM.
Typischer Nutzen
Lücken in der Dokumentation werden Wochen vor dem Audit sichtbar statt am Vortag. Das QM sucht weniger und prüft mehr.
Datenschutz
Schulungsnachweise und Hygieneprotokolle enthalten Namen von Mitarbeitenden. Wir werten diese nicht personenbezogen aus und betreiben das System in der EU oder on-premise. Den Text der Standards nehmen wir nur auf, soweit Ihre Nutzungsrechte das erlauben.
Einstieg
Ein Pilot mit einem Kapitel des Standards, etwa Lieferantenmanagement, und den zugehörigen Nachweisen.

Hinweis: Angaben zum Nutzen sind Richtwerte aus der Art der Aufgabe, keine Zusage und keine Kundenzahlen. Wie viel es in Ihrem Betrieb bringt, hängt von Datenlage, Volumen und Prozess ab und wird im Pilot gemessen.

Häufige Fragen

Fragen zu KI im Bereich Agrar- und Lebensmittelwirtschaft

Kann KI Allergenangaben auf Etiketten prüfen?

Sie kann Etikett und Rezeptur abgleichen und Abweichungen bei den 14 Hauptallergenen nach LMIV als Prüfhinweis markieren. Die Verantwortung für das Etikett bleibt beim Lebensmittelunternehmer. Deshalb gibt bei uns immer ein Mensch das Etikett frei.

Hilft KI bei der Vorbereitung auf IFS-Audits?

Ja, vor allem beim Finden und Zuordnen von Nachweisen. Ein Assistent zeigt, welche Anforderungen belegt sind und wo Dokumente fehlen. Die Bewertung, ob ein Nachweis ausreicht, bleibt beim QM.

Lassen sich Fax-Bestellungen automatisch erfassen?

Ja, auch handschriftliche Faxe lassen sich in vielen Fällen lesen. Die Erkennungsqualität hängt von Lesbarkeit und Vorlage ab. Unsichere Positionen markieren wir, statt zu raten, und der Innendienst prüft vor der Übernahme.

Brauchen wir dafür neue Geräte in der Produktion?

Nein. Wir arbeiten mit Dokumenten und Daten, die bereits vorhanden sind, und lesen Systeme über die vorhandene Schnittstelle bzw. den Export. Hardware, Kameras oder Sensoren liefern wir nicht.

Was kostet KI für einen Lebensmittelbetrieb?

Das hängt vom Zuschnitt ab, etwa von Dokumentvielfalt und Zahl der angebundenen Systeme. Der Einstieg ist ein kostenloser KI-Potenzial-Check von 45 Minuten. Die Umsetzung erfolgt zum Festpreis je Paket.

Welcher dieser Fälle lohnt sich bei Ihnen? Das klären wir in 45 Minuten.

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