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Branche: Industrie und Produktion

KI für die Produktion.
Aus Berichten wird Wissen.

In jedem Werk liegen Schichtberichte, Reklamationen und Prüfdokumente, die kaum jemand systematisch auswertet. Wir bauen Software, die diese vorhandenen Daten nutzbar macht.

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Ausgangslage

KI im Bereich Industrie und Produktion: wo es heute hakt

Produktionsbetriebe erzeugen jeden Tag Text: Schichtübergaben, Störungsmeldungen, 8D-Reports, Arbeitsanweisungen, Werkszeugnisse von Lieferanten. Das meiste davon wird abgelegt und erst wieder gelesen, wenn es brennt. Genau dort setzt KI an, und zwar ohne neue Maschinen, Kameras oder Sensoren.

Wir arbeiten ausschließlich mit Daten, die bei Ihnen schon vorhanden sind: Dokumente im DMS, Exporte aus MES und ERP, Mails aus dem Reklamationspostfach. Was wir bauen, greift über die vorhandene Schnittstelle bzw. den Export darauf zu. In die Steuerung der Anlagen greifen wir nicht ein.

Typische Herausforderungen

  • Störungsursachen stehen in Freitextfeldern von Schichtberichten und lassen sich kaum auswerten.
  • Reklamationen und 8D-Reports binden Qualitätsingenieure mit Recherche statt mit Ursachenanalyse.
  • Erfahrungswissen zu Rüsten, Einrichten und Fehlerbildern hängt an wenigen Personen kurz vor der Rente.
  • Werkszeugnisse und Lieferantendokumente werden stichprobenartig geprüft, weil die Zeit für mehr fehlt.
Anwendungsfälle

4 konkrete Use Cases für Industrie und Produktion

Jeder Fall mit Ausgangslage, Lösung, typischem Nutzen, Datenschutz und einem sinnvollen ersten Schritt.

Use Case 01

Schicht- und Störungsberichte auswerten

Ausgangslage
Schichtführer schreiben Störungen und Stillstände als Freitext ins Schichtbuch oder ins MES. Die Kennzahlen zeigen, wie lange eine Anlage stand, aber nicht, warum. Wiederkehrende Ursachen fallen erst auf, wenn jemand Wochen an Berichten von Hand durchgeht.
Lösung
Ein Modell liest die Freitexte und ordnet jede Meldung einer Anlage, einer Baugruppe und einer Ursachenkategorie zu, die Sie vorher festlegen. Wir verknüpfen das mit den Stillstandszeiten aus dem MES- oder ERP-Export. Heraus kommt eine Übersicht, welche Ursachen an welcher Linie wie oft auftreten, mit Verweis auf die Originalmeldung.
Typischer Nutzen
Instandhaltung und Produktionsleitung sehen Muster, die vorher in Textfeldern verborgen waren. Die Priorisierung von Maßnahmen beruht auf allen Meldungen statt auf dem Bauchgefühl der letzten Schicht.
Datenschutz
Schichtberichte enthalten oft Namen von Mitarbeitenden. Diese maskieren wir vor dem Modellzugriff, damit keine Leistungs- oder Verhaltenskontrolle entsteht. Weil das den Betriebsrat berührt, stimmen wir den Zuschnitt früh mit ihm und Ihrem Datenschutzbeauftragten ab.
Einstieg
Ein Pilot mit den Berichten einer Linie aus den letzten sechs bis zwölf Monaten zeigt, ob die Kategorien tragen. Im kostenlosen KI-Potenzial-Check klären wir, welche Exporte dafür reichen.

Use Case 02

Reklamationen und 8D-Reports vorbereiten

Ausgangslage
Eine Kundenreklamation kommt per Mail mit Fotos, Prüfbericht und Fristsetzung. Bevor die eigentliche Ursachenanalyse beginnt, sucht das Qualitätsmanagement Lieferscheine, Chargen, frühere 8D-Reports und ähnliche Fälle zusammen. Das kostet oft mehr Zeit als die Analyse selbst.
Lösung
Wir bauen einen Assistenten, der eingehende Reklamationen liest, Kunde, Teilenummer, Charge und Fehlerbild erfasst und frühere Reklamationen mit ähnlichem Fehlerbild findet. Daraus entsteht ein Entwurf für D1 bis D3 des 8D-Reports. Ursachenanalyse und Maßnahmen bleiben beim Qualitätsingenieur, der den Entwurf prüft und freigibt.
Typischer Nutzen
Richtwert: 30–50 % weniger Zeit bis zum ersten vollständigen 8D-Entwurf, abhängig davon, wie strukturiert frühere Reklamationen abgelegt sind. Belastbar wird die Zahl erst im Pilot.
Datenschutz
Reklamationen enthalten Ansprechpartner beim Kunden. Wir verarbeiten nur die für den Fall nötigen Daten und betreiben das Modell auf Wunsch in der EU oder on-premise. Löschfristen richten sich nach Ihren Aufbewahrungsregeln im QM.
Einstieg
Ein Pilot mit einem Reklamationspostfach und einem Kunden oder einer Produktgruppe. Nach vier bis sechs Wochen sehen Sie, wie gut die Entwürfe sind.

Use Case 03

Wissensassistent für Arbeitsanweisungen

Ausgangslage
Arbeitsanweisungen, Rüstpläne und Prüfanweisungen liegen im DMS, oft in mehreren Versionen. An der Linie fragt man lieber den erfahrenen Kollegen, als im System zu suchen. Fällt dieser Kollege aus, steht die Frage im Raum.
Lösung
Ein Wissensassistent beantwortet Fragen wie "Welches Drehmoment gilt beim Rüsten auf Variante B?" aus den freigegebenen Dokumenten. Jede Antwort nennt die Quelle mit Dokumentnummer und Revisionsstand. Nur freigegebene Versionen werden durchsucht, damit niemand nach einem veralteten Stand arbeitet.
Typischer Nutzen
Neue Mitarbeitende finden Antworten schneller, und erfahrene Kollegen werden seltener unterbrochen. Lücken in den Anweisungen werden sichtbar, weil unbeantwortete Fragen protokolliert werden.
Datenschutz
Arbeitsanweisungen enthalten in der Regel keine personenbezogenen Daten. Die Fragen der Nutzer werten wir nur anonymisiert aus. Für vertrauliches Prozesswissen bietet sich ein Open-Source-Modell on-premise an.
Einstieg
Ein Pilot mit den Anweisungen eines Fertigungsbereichs und einer kleinen Nutzergruppe. So zeigt sich schnell, ob die Dokumentenqualität reicht.

Use Case 04

Werkszeugnisse und Lieferantendokumente prüfen

Ausgangslage
Zu jeder Lieferung kommen Werkszeugnisse nach EN 10204, Prüfberichte oder Konformitätserklärungen. Ob die Werte zur Spezifikation passen, prüft der Wareneingang häufig nur stichprobenartig. Abweichungen fallen dann erst in der Fertigung oder beim Kunden auf.
Lösung
Die Software liest Zeugnisse aus PDF oder Scan, erfasst Werkstoff, Charge und Messwerte und gleicht sie mit den Sollwerten aus Ihrer Spezifikation oder dem ERP ab. Abweichungen und fehlende Angaben werden markiert und einem Prüfer vorgelegt. Die Freigabe der Charge bleibt beim Menschen.
Typischer Nutzen
Richtwert: Prüfung von deutlich mehr Zeugnissen bei gleichem Personal, statt Stichproben eine Vollprüfung mit menschlicher Kontrolle der Auffälligkeiten. Wie viel genau, hängt von Formatvielfalt und Scanqualität ab und zeigt sich im Pilot.
Datenschutz
Werkszeugnisse enthalten kaum personenbezogene Daten, wohl aber vertrauliche Lieferantendaten. Wir betreiben die Verarbeitung in der EU oder on-premise und schreiben Ergebnisse über die vorhandene Schnittstelle bzw. den Export zurück.
Einstieg
Beginnen Sie mit einem Zeugnistyp von zwei oder drei Hauptlieferanten. Im kostenlosen KI-Potenzial-Check prüfen wir vorab ein paar Beispieldokumente.

Hinweis: Angaben zum Nutzen sind Richtwerte aus der Art der Aufgabe, keine Zusage und keine Kundenzahlen. Wie viel es in Ihrem Betrieb bringt, hängt von Datenlage, Volumen und Prozess ab und wird im Pilot gemessen.

Häufige Fragen

Fragen zu KI im Bereich Industrie und Produktion

Brauchen wir für KI in der Produktion neue Sensoren oder Kameras?

Nein, jedenfalls nicht für die Anwendungsfälle, die wir umsetzen. Wir arbeiten mit Daten, die schon vorhanden sind: Schichtberichte, Reklamationen, Zeugnisse, Exporte aus MES und ERP. Hardware vor Ort liefern oder installieren wir nicht.

Kann KI einen 8D-Report selbst schreiben?

Sie kann die Fleißarbeit vorbereiten: Daten zusammentragen, ähnliche Fälle finden, die ersten Disziplinen als Entwurf füllen. Die Ursachenanalyse und die Abstellmaßnahmen gehören in die Hand Ihres Qualitätsteams. Wir bauen deshalb immer einen Freigabeschritt ein.

Wie kommt die KI an Daten aus MES und ERP?

Über die vorhandene Schnittstelle bzw. den Export. Viele Systeme bieten eine API oder zumindest einen regelmäßigen CSV-Export. Wir lesen nur, was für den Anwendungsfall nötig ist, und greifen nicht in die Anlagensteuerung ein.

Muss der Betriebsrat beteiligt werden?

Sobald eine Software geeignet ist, Leistung oder Verhalten von Mitarbeitenden zu überwachen, ist das in der Regel mitbestimmungspflichtig. Wir legen den Zuschnitt deshalb früh offen, maskieren Namen in Berichten und stimmen uns mit Betriebsrat und Datenschutzbeauftragtem ab. Eine Rechtsberatung ersetzt das nicht.

Was kostet ein KI-Projekt für einen Produktionsbetrieb?

Das hängt vom Zuschnitt ab, vor allem von Datenlage und Zahl der angebundenen Systeme. Der Einstieg ist ein kostenloser KI-Potenzial-Check von 45 Minuten. Die Umsetzung bieten wir zum Festpreis je Paket an, sodass Sie vor Projektstart wissen, was es kostet.

Welcher dieser Fälle lohnt sich bei Ihnen? Das klären wir in 45 Minuten.

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